Case Modding
„Case“ ist eine Vokabel aus dem Englischen und steht für „Gehäuse“. „Modification“ für „Veränderung“. Im Prinzip geht es darum, das Äußere eines Computers optisch aufzuwerten. Dazu zählt in der Hauptsache die optische Bearbeitung der nicht sichtbaren Komponenten des Rechners. Auch die technische Modifikation einzelner Hardware-Komponenten fällt unter den Begriff „Modding“.
Was ist da alles möglich? So kann man ein Plexiglasfenster in das Seitenteil der Verkleidung einsetzen. Danach kann man den Innenraum des Computers mit Leuchtstofflampen bzw. –dioden ausleuchten oder eine Wasserkühlung einbauen. Es gibt mittlerweile eine richtige Modding-Case-Community, die auch deutsche und internationale Meisterschaften ausrichtet (Deutsche Casemod-Meisterschaft, Games Convention Casemod-Masters).
Dieses Hobby ist übrigens nicht ganz billig, auch der zeitliche Aufwand ist nicht gering. Man versucht, die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten ständig zu erweitern. Es besteht auch die Möglichkeit, seinen PC in ein komplett selbstständig hergestelltes Gehäuse zu integrieren. Dafür wird dann die Bezeichnung „CaseCon“ für „Case Construction“ verwendet. Mittlerweile kann man auch „gemoddete“ Gehäuse käuflich erwerben.
Die Community liebt das allerdings nicht, da es sich hierbei nicht mehr um individuelle Einzelanfertigungen handelt. Ein Problem besteht darin, dass solche veränderten Gehäuse nicht mehr den EMV-Richtlinien entsprechen. Sie könnten zur Quelle hochfrequenter Strahlen werden. Elektrische Geräte in der Umgebung sowie der Rundfunk- und Fernsehempfang könnten somit gestört werden. Wer einen PC auf diese Weise modifiziert, wird rechtlich zum Hersteller und muss für eventuelle Folgen eintreten.